Um eine Logik der Kulturarbeit entwickeln und betreiben zu können, wird die Bereitschaft vorausgesetzt, zu akzeptieren, dass es sich bei Kultur um ein sehr komplexes und tief verankertes Phänomen handelt. Die größte Gefahr bei der Arbeit an der Unternehmenskultur besteht in der Vereinfachung und Nicht-Berücksichtigung der grundlegenden Wirkungsmechanismen.
Edgar Schein, Professor an der Sloan School of Management am MIT, unterteilt bei der Kulturarbeit in:
1. Mechanismen der Verankerung
Mitarbeiter orientieren sich an dem
- was Führungskräften wichtig ist und was sie beachten, beurteilen und kontrollieren
- wie Führungskräfte auf problematische Ereignisse und Krisen reagieren
- wie Führungskräfte knappe Ressourcen verteilen
- wie Führungskräfte als Vorbild agieren
- wie Anreiz- und Entlohnungssysteme gestaltet sind
- wie Führungskräfte Mitarbeiter auswählen, einstellen, befördern oder ausschließen
2. Mechanismen der Artikulierung und Bekräftigung
Darunter versteht man
- die Gestaltung und Struktur des Unternehmens, Organisationssysteme und Prozesse
- Rituale und Bräuche des Unternehmens
- die Gestaltung der Räumlichkeiten, Fassaden und Gebäude
- Geschichten, Legenden und Mythen über Menschen und Ereignisse
- offizielle Aussagen zu Philosophie, zu Werten und Glaubenssätzen des Unternehmens
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